Dienstag, 18. März 2014

Rezension "Die Känguru-Offenbarung" von Marc-Uwe Kling

Titel

Die Känguru- Offenbarung

Autor

Marc – Uwe Kling

Vorhergehender Titel

Die Känguru-Chroniken ; Das Känguru-Manifest

Inhalt vorhergehender Titel

Das vorlaute, kommuistische Känguru ist bei dem (Klein-)Künstler Marc-Uwe eingezogen. Es steht total auf Schnapspralinen und Nirvana. Nebenbei organisiert er einen Widerstand gegen den Staat, Kapital und das schlechte Wetter (und natürlich gegen den Pinguin, seinen kosmischen Gegenspieler) mit Hilfe des asozialen Netzwerks.

Kategorie

Humor

Seiten

384

Verlag

Ullstein-Verlag

Inhalt

Das Känguru ist wieder da! Nachdem es im letzten Band abgeschoben wurde, da es nicht produktiv genug war, taucht es nun wieder auf und lebt im Untergrund verborgen. Doch ist es im Untergrund doch auch arg langweilig, sodass das das Känguru sich weiterhin seinem Kampf gegen seinen kosmischen Gegenspieler, dem Pinguin widmet. Denn wenn das Känguru ein lokal protestierender Kommunist ist, dann kann das Känguru doch nur ein global agierender Kapitalist sein! Und der muss aufgehalten werden!

Und so beginnt das Asoziale Netzwerk wieder zu arbeiten. Und wo sie auftauchen, da kann nur das Chaos ausbrechen, denn wenn man schon gar keine Spuren hinterlassen kann, dann sollte man so viele Spuren wie nur möglich hinterlassen.

Beurteilung

Der dritte Teil der Känguru-Tri(!)logie ist abgedrehter, schneller und verrückter als die beiden Vorgängerteile, denn nun nimmt die Geschichte auf der Jagd nach dem Pinguin rund um den Globus richtig Fahrt auf. Es tauchen alte Bekannte wieder auf, Friedrich-Wilhelm, Herta und Gott sind wieder mit von der Partie. Natürlich dürfen Krapottke und Marc-Uwes Psychaiter nicht fehlen. Denn es gibt so ne und solche und dann gibt es noch ganz Andere und das sind die Schlimmsten.
Man kann gar nicht zu viel von der Geschichte zu verraten, ohne das Witzigste zu verraten, nur dass es witzig wird. Es gibt einige Anspielungen die letzten beiden Teile und viele neue verrückte Ideen. Und ganz viele falsch zugeordnete Zitate. Ich kann nur so viel sagen, ich hab sehr viel Spaß mit dem Buch gehabt und hatte es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Es passiert nicht so häufig, dass ich bei Büchern laut anfangen muss zu lachen, doch ging das bei dem Känguru gar nicht anders. Dadurch, dass ich die letzten beiden Teile vor allem als Hörbuch unzählige Male gehört habe, hatte ich nun beim Lesen der Offenbarung die ganze Zeit die Stimme des Kängurus im Kopf, was das ganze noch einmal witziger gemacht hat. Immer wieder ein Highlight der Bücher sind die Fußnoten des Chronisten, des Kängurs und des Lektors.

Man merkt, ich bin begeistert von dem Buch. Eine wirre und abgedrehte Story, sympathische Charaktere, falsche Zitate, witzige Situationen und natürlich das Känguru, über dessen Vergangenheit man nun einiges erfährt und womit einige Fragen der letzten Bücher sicherlich beantwortet werden. Einfach super witzig!

Sterne

5 von 5 Sternen

Samstag, 15. März 2014

Updates Challenge, Monatsrückblick

Heute gibt es ein kleines Update. Zunächst einmal zu meiner Challenge Nummer 2 namens 70/365  bei der es darum geht, dass ich mindestens 70 Bücher in diesem Jahr lesen möchte. Das soll einfach eine kleine Motivation für mich sein, mehr zu lesen. Obwohl dieses Jahr mein Lesepensum echt gut ist, was zum einem damit zu tun hat, dass ich ddurch das bloggen wieder richtig begeistert bin vom lesen und auf der anderen Seite bin ich derzeit relativ aktiv bei vorablesen.de. Vor allem durch letztes erhalte ich immer wieder Rezensionsexemplare, was einfach Spaß macht, neue Bücher zu entdecken, die man vielleicht sich sonst nicht gekauft hätte und dann darüber zu schreiben. Ein Buch, was mir dabei in leztzter Zeit besondern gefallen und mich wirlich positiv überrascht hat, auch weil ich etwas anderes darunter erwartet hatte, war  Alice, wie Daniel sie sah, wozu ich auch hier eine Rezension geschrieben habe.

Inzwischen habe ich in diesem Jahr 19 Bücher gelesen. Das sind zwar nicht ganz 6 Bücher pro Monat bisher, aber der März ist ja auch noch nicht vorbei. Und vondaher wird das schon werden. Vor allem weil ich im März noch Semesterferien habe und nun auch mehr Zeit zum lesen habe, da auch keine Hausarbeiten derzeit anstehen. Von daher werde ich auch mehr Zeit zum Rezensionen schreiben haben.

Damit komme ich zu meinem Monatsrückblick. Der Februar hatte mit White Teeth von Zadie Smith angefangen. Ein Gesellschaftsportrait des multikulturellen Londons im 21. Jahrhundert. Die Geschichte wird durch die Schicksale von drei Familien erzählt, deren Hintergründe und Lebenssituationen verschieden und doch miteinander verwoben sind. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, definitiv also eines der Highlights im Februar.
Danach habe ich Das Skript von Arno Strobel gelesen. Ein Thriller, in welchem ein brutaler Serienmörder sein Unwesen treibt. Spannend, sodass man es zum Ende kaum aus der Hand legen konnte.
Buch Nr. 3 in dem Monat war das ein Sachbuch und zwar Wie wir uns jeden Tag die Zukunft versauen  von Pero Micic, welches ich bei vorablesen.de als Rezensionsexemplar gewonnen habe. Leider hat mich das Buch enttäuscht. Nachdem ich nach der Leseprobe ein interessantes Buch über die Probleme von dem kurzfristigen Denken von den Menschen erwartet habe, gab es ein eher halbgares allgemeines Buch, das jedes Thema nur ein wenig beleuchtet hat, ohne mich jedoch zu überzeugen. -> Rezension
Das letzte Buch im Februar war Die Bücherdiebin von Markus Zusak, welche ich anlässlich des Kinostarts der Buchverfilmung in dieser Woche noch einmal gelesen habe. Und das Buch hat mich auch beim zweiten Mal lesen wieder begeistert. Selten habe ich in einem Buch so sehr mitgefühlt und war mitgerissen, sodass ich es kaum fassen konnte, als das Buch dann auf einmal schon zu Ende war.

Das war mein Monatsrückblick, der dieses mal nicht besonders groß ausgefallen ist. Doch wie es jetzt schon aussieht, wird der März umfangreicher.

Freitag, 7. März 2014

Rezension "Alice, wie Daniel sie sah" von Sarah Butler

Titel

Alice, wie Daniel sie sah

Autor

Sarah Butler

Kategorie

Literatur

Seiten

315

Verlag

Droemer - Knaur

Inhalt

Für den in London lebenden obdachlosen Daniel haben die Buchstaben Farben. Er zieht durch die Stadt, sieht und sammelt Sachen, welche andere Menschen achtlos weggeworfen haben oder nicht in ihnen sehen, was Daniel sieht. Während dieser Streifzüge ist er immer auf der Suche nach etwas, nach jemanden, um genauer zu sein. Seiner Tochter. Diese hat er seit Jahren nicht mehr gesehen und träumt davon, ihr wieder zubegegnen, sie kennen zu lernen und ihr alles zu erklären. Denn auch ihren Namen sieht er in den Straßen Londons : Eisblau für A, Gold für L, Rosa für I, Dunkelblau für C, Grau für E.

Alice ist auch auf der Suche. Oder auf der Flucht vor etwas. Vor was genau, kann sie nicht sagen. Doch dann führt sie das Schicksal wieder zurück nach London, wo ihr Vater aufgrund einer Erkrankung im Sterben liegt. So sieht sie ihre Schwestern wieder, bei denen sie nie das Gefühl hatte vollkommen dazu zu gehören, vielmehr das schwarze Schaf in der Familie zu sein, immer auf Weltreise und nicht das bürgerliche und geordnete Leben, welches vor allem ihre Schwester Cee führt. Während der Beerdigung ihres Vaters fällt ihr ein Obdachloser auf, welchen sie danach immer wieder sieht.

Beurteilung

Ich habe lange nicht mehr ein Buch gelesen, welches mit emotional so berührt hat, dass ich es nicht mehr weglegen wollte und den beiden Figuren die Daumen gedrückt habe, dass am Ende alles gut wird. Ich hatte erst ein ganz anderes Buch erwartet, doch das was ich bekommen habe, hat mir viel besser gefallen. Zunächst einmal komme ich zum Schreibtstil, der einfach wunderschön ist. Und anders kann man es nicht ausdrücken. Es ist wie, als wenn man einen Traum aufschreiben würde in all seinen Bildern und Farbern. Alles wird sehr bildhaft und ausführlich beschrieben, ohne dabei so sehr in unwichtige Details zu gehen, dass man sich als Leser schlussendlich langweilt.

Das mit den Farben passt sehr gut, denn diese spielen eine wichtige Rolle in dem Buch, vor allem in den Szenen mit Daniel. Die Geschichte wird zum einen aus seiner Perspektive als Ich-Erzähler geschrieben und zum anderen aus der von Alice. Man erfährt viel über ihre Vergangenheit, Gedanken und Gefühle und genau das macht die beiden für mich sehr lebendig und zum Greifen nahe. Man entwickelt schnell Sympathien für die Figuren. Vor allem Alice hat mir besonders gut gefallen. Ihr Drang wegzulaufen, aber auch einfach die Welt zu sehen und bewusst nicht das bürgerliche Leben ihrer Schwester mit Haus, Mann und Kind zu leben, sowie das Gefühlschaos, das in ihr tobt, hat mich einfach berührt. Ich habe gehofft, dass sie etwas findet, was sie wieder zum Lachen bringt. Denn auch wenn ihre Sicht während der Handlung eher pessimistisch scheint, so wirkt sie dennoch nicht wie ein negativer Charakter, sondern wie jemanden, den man kennen könnte, bei dem im Leben nicht gerade alles rund läuft.

Ein stilistisches Mittel, dass mir sehr gut gefallen hat, war das mit den 10-Punkte-Listen, die vor jedem Kapitel erschienen sind und kleine „Geheimnisse“ von Alice und Daniel verraten haben, was die beiden noch lebendiger gemacht hat. Aber auch die anderen Charaktere wie Kal, Alices Ex-Freund oder ihre Schwestern Cee und Tilly haben mir gut gefallen. Allein durch ihre verschiedenen Einstellungen und Handlungen sind in dem Buch genug Spannungsmomente und Konflikte eingebaut, die einen dazu bringen weiter zu lesen, weil man gerne wissen will, wie es aus geht.

Das Besondere an dem Buch war zum einen die Idee, die ich bis jetzt noch nicht gelesen habe und damit für mich etwas Erfrischendes hatte. Bis zum Ende konnte ich nicht sagen, wie genau das Buch nun ausgehen würde. Happy-End? Offenes Ende? Oder endet alles in einer großen Katastrophe? Ich muss sagen, ich bin mir auch noch nicht ganz sicher, wie ich mit dem tatsächlichen Ende zufrieden sein soll. Es passt zu dem Buch, das keine Frage, aber ich wollte einfach nicht, dass die Geschichte dort schon endet. Ich wollte wissen, wie die Geschichte mit Alice und Daniel weitergeht und was die Zukunft für die beiden noch bietet.

Ich kann das Buch einfach nur empfehlen. Man kann sich im Träumen verlieren und leidet auf der anderen Seite unentwegt mit, auf ein gutes Ende hoffend für die Figuren, die man so sehr ins Herz geschlossen hat.

Sterne

5 von 5 Sternen

Donnerstag, 27. Februar 2014

Rezension "Wie wir uns täglich die Zukunft versauen" von Pero Mićić

Titel

Wie wir uns täglich die Zukunft versauen

Autor

Pero Mićić

Kategorie

Sachbuch

Seiten

331

Verlag

Econ

Inhalt

Menschen handeln unvernünftig und sind kurzfristigen Entscheidungen unterworfen! Das ist die Hauptthese des Buches von Pero Mićić. Er will aufzeigen, wie die Kurzzeitfalle, in der wir uns immer wieder befinden, funktioniert. Und auch will er zeigen, wie man zu Alternativen kommen kann. Denn auch wenn wir wissen, wie wir uns besser entscheiden würden, so wählen wir doch meistens die unvernünftigere Option. Und genau an dieser Stelle – an der Entscheidungsfindung setzt Mićić an. Dabei wählt er Beispiele aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und auch alltäglichen Situationen.

Beurteilung

Ein interessantes und spannendes Thema, dass sich Pero Mićić da vorgenommen hat, war mein erster Gedanke zu dem Buch und nachdem ich eine Leseprobe gelesen hatte, war ich noch mehr gespannt auf das Buch und hatte mir auf jeden Fall einige interessante Kenntnisse erhofft. Doch leider musste ich feststellen, dass diese Hoffnung und Erwartungen nicht erfüllt wurden. Der Stil in dem das Buch geschrieben ist, ist auf jeden Fall gut lesbar und man kommt sehr schnell voran. Das ist generell erst einmal ein Pluspunkt, denn oftmals kämpft man sich vom Stil her ein wenig durch Sachbücher, was bei diesen eindeutig nicht der Fall war. Ab und zu kam es auch zu Wiederholungen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie von dem Autor so beabsichtigt waren. Durch die einfache Sprache und teilweise leicht flapsigen Ausdrücke, die auch immer etwas belehrend und von oben herab wirkten, hatte ich das Gefühl ein Buch zu lesen, welches für Jugendliche bestimmt war. Das Gefühl wurde auch dadurch verstärkt, dass manche Zusammenhänge sehr vereinfacht wurden, worauf ich später noch einmal zurück komme. Aber auf der anderen Seite hat sich Mićić auch in den Beschreibungen von Wirtschaft verloren. Und bei den Teilen der Psychologie hätte es meiner Meinung nach ein paar mehr Abbildungen und Erläuterungen besser getan, da mir jedenfalls all diese Begriffe nicht besonders geläufig waren.
Ein Teil, der mich an diesen Buch wirklich gestört hat und auch hauptsächlich für die eher schlechte Wertung verantwortlich ist, ist die Einseitigkeit, die ich bei dem Buch empfunden habe. So seien Innovation und Wirtschaft generell als positiv zu bewerten, da diese ja die Gesellschaft voran treiben würden, während Politik nur als negativ anzusehen ist. Natürlich gibt es positive Seiten an Wirtschaft und auch negative an Politik, aber diese beiden so gegeneinander zu stellen, da erwarte ich mir mehr von einem Sachbuch. Und auch Globalisierungsgegner, um ein Beispiel von Mićić herauszugreifen, als nur kurzsichtig und kontrainnovativ darzustellen, trifft meiner Meinung nach nicht den Kern der Sache, denn diesen geht es ja nicht nur um das Protestieren gegen das Mehren von Wohlstand, sondern vielmehr, dass dieses auf dem Rücken von den weniger entwickelten Ländern geschieht. Und dies ist meiner Meinung nach eine weniger kurzfristig angelegte Haltung.
Bei den Alltagssituationen bringt Mićić immer wieder Entscheidungen auf, wie für welche Filme man sich entscheiden würde. Ja, natürlich entscheiden sich manche eher kurzfristig für Actionfilme als für Schindlers Liste ( der Film, der als Beispiel für einen anspruchsvollen Film dienen sollte), aber auch manche Leute empfinden dies als einen Film, den man sich nicht nur ansieht, um mitreden zu können. Allgemein bleibt bei dem Buch der emotionale und kulturelle Aspekt bei Entscheidungen auf der Strecke. Vielleicht ist emotional an der Stelle der falsche Ausdruck, da „emotional“ bei Mićić in einem anderen Zusammenhang benutzt wird, aber intersozial würde es auch treffen. Geld mag für die Zukunftsplanung eine wichtige Rolle spielen, aber auch Kultur und soziale Beziehungen sind wichtig, wenn nicht sogar wichtiger. Von Gesundheit zu schweigen, auch wenn man diese nur zu einem gewissen Grad planen kann. Weswegen ich auch nicht dem Autor zustimme, dass man alles planen kann und soll. Man kann Ideen und Visionen für sein Leben entwerfen, doch vieles kann man nicht voraussehen. Und dann helfen einem die besten Planungen nicht. Ein wenig vorausschauendes Verhalten, ja, das ist sicher richtig, aber auch nicht alles.
Gut an dem Buch haben mir die Kapitel über Psychologie gefallen, um etwas positives zu dem Sachbuch zu sagen und dort gab es auch einige neue Informationen für mich. Der Teil mit der Wirtschaft fand ich eher ermüdend wegen der einseitig positiven Bewertung und bei dem Politikteil musste ich vielfach mit dem Kopf schütteln. Was mir ebenfalls weniger gefallen hat, war die Einführung der „Fachbegriffe“ Future Me und Future We, welche Mićićs Konzepte des Jetzt-Ich und des Zukunfts-Ich bezeichnen sollen. Weshalb er seine eigenen Konzepte auf englisch bezeichnet und dabei nicht einmal konsequent ist, da er diese zum Teil gegen Ende auch wieder Deutsch verwendet, will sich mir nicht ganz erschließen. Wenn man Fachbegriffe, die bereits existieren in der Fachwelt und für die es keine passende deutsche Übersetzung gibt, weiterhin auf Englisch verwendet, dann leuchtet das ein, was es aber in diesem Fall nict tut, da das Konzept von Mićić selbst stammt.

Abschließend kann ich sagen, ich hatte mir mehr erhofft und wurde von dem Buch in dieser Hinsicht enttäuscht, weswegen ich es weniger empfehlen würde.

Sterne

2 von 5 Sternen

Mittwoch, 29. Januar 2014

Rezension "Black Rain" von Graham Brown

Titel

Black Rain

Autor

Graham Brown

Kategorie

Thriller

Seiten

542

Verlag

blanvalet

Inhalt

In den Wäldern des Amazonas geschehen wundersame, gefährliche Sachen. Ein Mann, als einziger Überlebender seiner Söldnertruppe wird von unheimlichen Wesen gejagt. Wer sind diese geheimnisvollen Wesen und warum verhalten sie sich so agressiv? Und warum war die Söldnertruppe überhaupt in dieser Gegend des Regenwaldes unterwegs.
Danielle Laidlaw, eine junge Wissenschaftlerin, hat zur selben Zeit einen geheimen Auftrag, welcher mit den Vorkomnissen im Amazonas-Gebiet zu tun hat. Es geht um eine wertvolle Entdeckung, die das Leben der Menschheit komplett verändern könnte. Doch sie und ihre Gruppe sind nicht die einzigen, die sich auf die Jagd begeben haben.

Beurteilung

Der Inhalt des Buches hat sich für mich laut Klappentext recht interessant angehört und von daher habe ich mich auch gefreut, das Buch dann zu lesen. Doch gleich auf den ersten Seiten habe ich dann gemerkt, dass mir der Schreibstil von Graham Brown nicht so sehr gefallen hat. Er wirkt sehr steril und klar, wenn man das von einem Schreibstil behaupten kann. Es kommen sehr wenig Gefühle auf, vielmehr werden recht nüchertn Kampfszenen und die darin verwendeten Waffen beschrieben. Mit Waffenbeschreibungen und allzu langen Kampfbeschreibungen kann ich generell wenig anfangen, deswegen kann es gut sein, dass andere Leser nicht so sehr daran stören, beziehungsweise sogar leicht langweilen. Geschmackssache eben. Aber was mir dann beim Schreibstil weniger gefallen hat, war, dass ich quasi den Autor beim Schreiben vor meinem inneren Auge gesehen habe, wie er einen Handlungspunkt nach dem anderen abgearbeitet und von seiner Liste gestrichen hat. Das will ich als Leser aber gar nicht mitbekommen. Die Dialoge hingegen wurden besser und im Laufe des Romans hat die Spannung auch ordentlich angezogen. Das Buch liest sich ab dem zweiten Drittel so, wie sich ein Actionfilm anschaut. Schnelle, actionreiche Handlung, die einen dazu bringt, weiter zu lesen, weil man unbedingt erfahren möchte, wie es weitergeht. Ein weiterer Negativpunkt war, dass es sehr viele Nebencharaktere gibt. Ab und zu habe ich einfach den Überblick verloren und wenn es dann hieß, dass dieser oder jener gestorben ist, habe ich zuvor gar nicht mitbekommen, dass er gelebt hat, weil er eine zu kleine Nebenrolle gespielt hat. Das war ein wenig schade. Aber auf der anderen Seite hat Brown es auch geschafft, dasss ich mit einzelnen Charakteren mitgefiebert und gehofft habe, dass sie es schaffen. Zu der Handlung an sich will ich mal wieder nicht besonders viel sagen, nur so viel. Es geschieht sehr vieles, vielleicht sogar ein wenig zu viel. Am Ende hatte ich den Eindruck, dass Brown alles Absonderliche und übernatürlich Mystische, was ihm eingefallen ist, in den Plot eingestreut hat. Ein bisschen weniger hätte dem Buch meiner Meinung nach keinen Abbruch getan. Aber dennoch konnte ich es gegen Ende nicht mehr aus der Hand legen und wollte dann doch wissen, wie es zu Ende geht. Und mit dem Ende konnte mich das Buch dann doch überraschen. Wie man sieht, ich bin unentschlossen, ob mir das Buch nun gefällt oder nicht. Es ist sehr spannend und actiongeladen, aber auch etwas lieblos und oberflächlich.

Sterne

3 von 5 Sternen

Dienstag, 28. Januar 2014

Erstes polnisches Buch gelesen!

Heute mal ein kleiner Eintrag neben den ganzen Rezensionen (von denen demnächst auch wieder eine kommt) und meinen Challenges. Ich lerne jetzt seit etwas über drei Jahren Polnisch und habe nun während der letzten drei Monate mein erstes Kinderbuch auf Polnisch gelesen, was für meine Sprachkenntnisse mit 134 Seiten doch relativ dick war. Der Titel des Buches war Karolcia von Maria Krüger. Das Buch handelt von einem Mädchen namens Karolcia, welches eine blaue Perle findet, die demjenigen, der sie besitzt jeden Wunsch erfüllt. Natürlich wünschen sich Karolcia und Piotr, ihr bester Freund, jede Menge Sachen, und damit hat das Chaos nur begonnen...
Und ich bin echt stolz zu verkünden, dass ich es heute endlich fertig gelesen habe. Und ja, auf die letzten Seiten kann man wirklich von Lesen sprechen. Am Afang kam es eher einem Übersetzen gleich, da ich ganz viele unbekannte Wörter achschauen musste, doch je weiter ich gelesen habe und je mehr Wörter ich in meinem Wortschatz hatte, umso mehr konnte ich verstehen. Und das ohne direkt alle Wörter nachzuschauen, die ich nicht kannte. Mit der Zeit konnte ich mir nun sehr viel aus dem Kontext erschließen. Und das macht einem ein tolles Gefühl, wenn man einfach merkt, dass man voran kommt und Fortschritte macht. Für mich heißt das, die nächsten Tage werde ich mir in dem nächsten Buchladen ein oder zwei neue Bücher auf polnisch kaufen, bevor es für mich wieder nach Deutschland geht.

Samstag, 25. Januar 2014

Challenge "70 Bücher"

Ich habe mir überlegt, mir neben der Rory Gilmore Reading Challenge noch eine andere Herausforderung zu geben. Lesetechnisch hat bei mir das neue Jahr sehr gut angefangen. Wir haben jetzt Ende Januar und ich bin derzeit dabei das siebte Buch zu lesen. So bin ich dann auf die Idee geommen, und um meinem SuB abzubauen, der seit Dezember stark angestiegen ist (von meinem Wunschzettel wollen wir gar nicht erst anfangen), dass ich dieses Jahr mindestens 70 Bücher lesen möchte. Das macht 5-6 Bücher pro Monat und sollte schaffbar sein. Denn wenn ich auch in manchen Monaten weniger lese, lese ich manchmal doch viel mehr als sechs Bücher im Monat. Vor allem in den Semesterferien komme ich vielmehr zum Lesen, sowie bei langen Bahnfahrten, von denen ich mehr als genug habe. Es sollte also schaffbar sein.

Derzeitiger Stand: 6 von 70 Büchern sind gelesen.